Madagaskar
Wandern und Trekking im madagassischen Hochland
22 Tage Wander- und Naturrundreise
Kaum ein Reiseziel ist vom Namen her so bekannt und doch zugleich solch ein Mysterium wie die
Insel Madagaskar. Im Indischen Ozean vor der Ostküste Afrikas gelegen, ist sie ein
Schmelztiegel der Kulturen. Einwanderer aus Indonesien, Afrika, Arabien, Indien, China und sogar
Europa bilden ein Völkermosaik, das trotz der unterschiedlichen Hautfarben und Lebensweisen
eine friedfertige, überaus freundliche Bevölkerung hervorbringt. Spektakulär ist
auch die endemische Tier- und Pflanzenwelt. Von den possierlichen Lemuren über die buntesten
Chamäleons bis hin zu Sukkulenten, deren Form manchmal nichts mehr mit der gängigen
Auffassung von Pflanzen gemein hat. Landschaftlich ist Madagaskar mit allen denkbaren Facetten
gesegnet: ein atemberaubendes Hochland, Steppen und Savannen, und an den Küsten tropischer
Regenwald und südseehafte Archipele geben der Insel das Gesicht eines eigenen Kontinents im
Kleinen.
Für Wanderer ist das noch praktisch unerschlossene Hochland ein Eldorado. Ohnehin lässt
sich die Insel kaum intensiver erkunden als zu Fuß, denn das Straßennetz
stößt sehr schnell an seine Grenzen. Wir erwandern auf zwei Trekkingeinheiten die beiden
gänzlich verschiedenen Regionen des Andingitra-Massivs und des Isalo-Gebirges. Während
ersteres fast die Begegnung mit dem Ende der Welt" bedeutet, wo wir in abgelegensten
Dörfern freundlichen Menschen mit urigen Traditionen treffen, erkunden wir in letzterem
hauptsächlich die endemische Natur und lassen uns von einer atemberaubenden Kulisse verzaubern.
Anschließend tauchen wir in die Inselwelt von Nosy Be ein. Wer aber glaubt, wir liegen hier
nur auf der faulen Haut, der täuscht sich: Viel zu viel gibt es hier auf spannenden
Ausflügen zu entdecken und zu bestaunen, aber natürlich lassen wir dann auch bisweilen
die Seele baumeln an schneeweißen Stränden und türkisblauem Meer.
Reiseverlauf
1. Tag: Abflug ab Deutschland
Abflug ab Deutschland über Paris/La Réunion nach Antananarivo. Nachtflug.
2. Tag: Antananarivo
Morgens Landung in Antananarivo und Empfang durch unseren Reiseleiter. Nachdem wir uns im Hotel
erholt haben, erkunden wir mit dem Bus und zu Fuß diese ungewöhnliche, durch
Kolonialstil und der eigenen Hochlandstilistik geprägte, etwas morbide Hauptstadt. Die Lage
auf 12 Hügeln, umgeben von Reisfeldern mitten in der Stadt, sowie eine herrliche Aussicht vom
ehemaligen Königinnenpalast, dem Rova, lässt bei uns die große Lust auf das
madagassische Erlebnis entstehen. Übernachtung im Hotel.
3. Tag: Antananarivo Antsirabe
Am Morgen brechen wir auf durch das madagassische Hochland nach Antsirabe. Am Landschaftsbild
lässt sich erahnen, dass die Bevölkerung hier größtenteils aus Südostasien
eingewandert ist. Reisefelder im Terrassenfeldbau, hellhäutige freundliche Menschen, exotische
Farben und Formen, die typische Hochland-Lehmarchitektur geben einen wunderschönen ersten
Eindruck des idyllischen und angenehm kühlen Hochlands. Per Rikscha erkunden wir den ehemaligen
Höhenluftkurort" der französischen Kolonisten. Fruchtbares Umland und sein angenehmes
Klima bereiten der Stadt einen gewissen Wohlstand. Ein Abstecher zum Vulkansee von Tritriva mit der
Gelegenheit zum Einkauf von Mineralien und Halbedelsteinen rundet diesen Tag ab. Übernachtung
im Hotel.
4. Tag: Antsirabe Ranomafana
Heute führt die Fahrt zum Regenwald nach Ranomafana, einem der Highlights für
Naturliebhaber. Unterwegs besuchen wir ein typisches madagassisches Bauerndorf, um zu sehen, wie
das Leben trotz erster Berührungen mit dem Tourismus weiterhin traditionell madagassisch
verläuft. Übernachtung im Hotel.
5. Tag: Ranomafana Nationalpark
Der ganze Tag steht heute im Zeichen des Nationalparks uns seinen Reichtümern. Wir erkunden
tagsüber den Regenwald mit seiner endemischen Flora und Fauna und begeben uns auch abends auf
die Pirsch, um nachtaktive Tiere zu beobachten (Gehzeiten insgesamt ca. 6 Stunden.). Mit etwas
Glück werden wir giftgrünen Geckos, schwarzroten Leopardenchamäleons, zierlichen
Mausmakis, braunen Lemuren - um nur einige der Bewohner des Waldes zu nennen - begegnen.
Übernachtung im Hotel.
6. Tag: Fianarantsoa Ambalavao
Die Fahrt geht durch die hügelige und malerische Landschaft des Betsileo-Gebietes. Man sagt,
das Volk der Betsileo waren die letzten Einwanderer, die im Mittelalter aus Indonesien auf die Insel
gelangt sind. Die Reisterrassen und das Erscheindungsbild der Menschen lässt daran kein
Zweifel. Unterwegs besuchen wir das Anja Lemurenreservat. Hier bekommen wir mit etwas Glück
die bekanntesten Lemuren Madagaskars, die Kattas oder Ringelschwanzlemuren zu Gesicht. Dann machen
wir uns ein Bild, wie das legendäre Antaimoro-Papier hergestellt wird. Übernachtung im
Hotel.
7. Tag: Fahrt nach Antanifotsy
Die nur 42 Kilometer lange Pistenfahrt durch unwegsames Gelände bringt uns in unsere
Wanderregion, dem Andingitra-Massiv, mitten im Hochland fernab von allen gängigen Routen.
Bei dem Volk der Betsileo im zentralen Hochland sind uralte Traditionen wie Ahnenverehrung und
Geisterglaube noch sehr lebendig und wir fühlen uns in eine andere Welt versetzt. Von unserer
Lodge aus können wir noch eine erste kleine Wanderung zum Dorf Ambalamandray und Umgebung
unternehmen (Gehzeit ca. 2 Stunden). Übernachtung in der Lodge.
8. Tag: Beginn unseres ersten 4-tägigen Trekkings
Die erste Etappe führt uns heute vom Dorf Antanifotsy vorbei an sehenswerten Wasserfällen
bis Belambo (Gehzeit 4 Std.). Übernachtung im Zelt.
9. Tag: Wanderung zum Plateau von Andriampotsy
(Gehzeit 5 Std.). Die grandiose Landschaft mit ihren vielfältigen Motiven und endlos weiten
Blicken nimmt uns gefangen. Hier ändert sich der Bewuchs bisweilen schlagartig, je nach
Niederschlag und Ausrichtung des Hangs. Wasserspeichernde Sukkulenten, Orchideen und Palmen wechseln
sich ab. Übernachtung im Zelt.
10. Tag: Pic Boby
Heute steht ein erster richtiger Höhepunkt auf dem Programm, die Besteigung des Pic Boby, dem
höchsten Gipfel des zentralen Hochlands mit seinen 2658 Metern. Dann geht es weiter nach
Antaranomby (Auf- und Abstieg jeweils ca. 600 Meter, Gehzeit 7-8 Stunden). Übernachtung im Zelt.
11. Tag: Tal von Morarano
Wir wandern weiter bis zum Tal von Morarano,
kommen dann schließlich bis zum Felsen von Tsaranoro, an dem unser improvisiertes Zeltcamp
errichtet ist (Gehzeit ca. 5 Std., Abstieg insg. 800 Meter). Übernachtung im Zeltcamp.
12. Tag: Andingitra-Massiv Ranohira
Entlang des ausladenden Tals wandern wir noch zum Ort Vohitsaoka und treffen unser Fahrzeug wieder.
Von dort aus fahren wir nach Südwesten in Richtung Ranohira. Szenenwechsel: Vom zentralen
Hochland, das geologisch stark von Graniten und Basalten geprägt ist, gelangen wir über
Ihosy und das Land der viehzüchtenden Bara direkt an den Rand des Sandstein-Gebirges von Isalo,
einer geologisch und landschaftlich ungewöhnlichen Region im Südwesten der Insel.
Übernachtung im Hotel.
13. Tag: Isalo-Gebirge
Fahrt zum Canyon des Singes, einer oasenhaften Schlucht am Rande des Isalo, dort beginnt unsere
zweite Trekkingetappe. Die Wanderung zunächst in den schroffen Canyon hinein wird uns
begeistern (Gehzeit 3-4 Std.). Mit etwas Glück treffen wir auf die hier heimischen Lemuren.
Übernachtung im Zelt.
14. Tag: Isalo-Gebirge
Heute erklimmen wir auf einem kurzen Steilabschnitt (ca. 200 Meter) das Hochplateau und halten uns
Richtung Süden. Unterwegs lernen wir die reichhaltige endemische Botanik der Trockenzonen
kennen: Pachypodien und andere Sukkulenten haben sich hier optimal den Gegebenheiten angepasst.
Die hauptsächlich vom Windschliff bizarr geformten Felsen bilden ein malerisches
Naturphänomen (Gehzeit 6 Stunden). Übernachtung im Zelt.
15. Tag: Isalo-Gebirge
Wanderung durch phantastische Landschaften mit stetem, aber leichten Auf und Ab weiter nach
Süden zum "Piscine Naturelle", eine kleinen romantischen Flussoase, bei der wir uns beim
Baden von unserem Tageswerk erholen (Gehzeit 7 Stunden). Übernachtung im Zelt.
16. Tag: Isalo-Gebirge Tulear
Eine kleine Wanderung führt uns zurück zur Straße bei Ranohira, wo wir von unserem
Bus erwartet werden (Gehzeit 2 Stunden). Weiterfahrt nach Tulear an der Westküste. Übernachtung
im Hotel.
17. Tag: Flug Tulear Tana
Je nach Flugzeit haben eventuell am Nachmittag noch die Gelegenheit, zum Sommerpalast der
Königinnen nach Ambohimanga zu fahren (fakultativ). Wer möchte, kann sich heute in den
Straßenmarkt stürzen und sich mit originellen und phantasievollen Mitbringseln
eindecken.
18. Tag: Flug Antananarivo Nosy Be
Unsere letzte Reiseetappe führt uns in die Inselwelt von Nosy Be. Dieser Archipel braucht den
Vergleich mit der Südsee nicht zu scheuen: Palmenstrände, weißer Sand,
abwechslungsreiche Landschaft mit etlichen Inseln und Inselchen in nächster Nähe, dazu
eine überraschend ursprünglich gebliebene Lebensart der Antakarana, die Ihre
Holzhäuschen teilweise noch auf kleinen Stelzen bauen. Hier tauchen wir ein in ein völlig
anderes Madagaskar, als Kontrast zum Hochland ein krönender Abschluss. In den 4 Tagen vor
Ort können wir spannende Ausflüge unternehmen, Südseeflair genießen und
einfach die Seele baumeln lassen. Übernachtung im Hotel.
19. Tag: Nosy Be
Tag zur freien Verfügung. Fakultatives Angebot: Überfahrt nach Nosy Komba und Nosy
Tanikely, zweier vorgelagerter Inseln, die wir uns nicht entgehen lassen sollten. Spaziergänge,
Dorfbesuche, Baden und Bummeln durch den Hauptort Hellville sind dabei möglich. Abends Fahrt
zum Mont Passot zum spektakulären Sonnenuntergang. Übernachtung im Hotel am Strand.
20. Tag: Nosy Be/Lokobe Reservat
Ausflug ins Naturreservat von Lokobe. Dieses Gebiet ist eines der vielfältigtsen Reservate
Madagaskars. Lemuren, Chamäleons und andere endemische Reptilien und Amphibien sowie die
tropische Vielfalt endemischer Pflanzenwelt lassen sich hier hautnah erkunden. Wir fahren mit dem
Bus an die Bucht von Ambatozavavy und rudern eigenhändig mit Pirogen in einer knappen Stunde
über die Bucht hinüber nach Lokobe, verbringen dort den halben Tag und kehren auf
dieselbe Weise wieder zurück.
21. Tag: Nosy Be - Nachtflug über Paris nach Deutschland
Wir werden uns heute wohl trennen müssen von diesem lieb gewonnenen Inseltraum, steigen ins
Flugzeug und fliegen in Richtung Heimat, Der Abschied tut weh, aber es hilft nichts.
Nachtflug nach Paris.
22. Tag: Ankunft in Deutschland
Ankunft morgens in Paris. Abschied von den Reisegefährten und Weiterreise zu den gebuchten
Zielen...
Ausführliche und wichtige Hinweise zu unserer Art zu reisen, zu unseren Wanderungen, zu unseren
Reiseleitern etc. erhalten Sie hier.
Besonderheiten dieser Reise
Über unsere Wanderungen
- durchschnittliche Grundkondition und etwas Wandererfahrung erforderlich
- keine Schwindelfreiheit erforderlich, unwegsames, unebenes Gelände
- Höhenanstiege zwischen 200 und 300 Metern sowie einen Gipfelauf- und Abstieg von
jeweils ca. 600 Metern und ein einmaliger Abstieg von 800 Metern
- reine Gehzeiten: zwischen 4 und 6 Std., eine Etappe (Pic Boby Antaranomby) auch einmal
78 Std., zuzüglich Pausen. Dazu kommen noch ausgiebige Spaziergänge
zwischendurch sowie kleine Wanderungen im Bereich 12 Std.
- Sie tragen während der Wanderungen nur Ihren Tagesrucksack mit den Dingen des
persönlichen Gebrauchs während des Tages wie Wasserflasche, Regen- und Sonnenschutz,
Kamera, ggf. Wechselkleidung etc. Ihr Hauptgepäck sowie Schlafsack etc. wird von uns
transportiert.
Mitzubringen
Sie benötigen für die Zeltübernachtungen einen eigenen Schlafsack mit Komfortbereich
bis ca. 0° C (es können nachts auch einmal Temperaturen bis 5° C auftreten) sowie eine
Isomatte. Wir stellen geräumige Zelte für je 2 Personen. Ebenso sind gut eingelaufene,
knöchelhohe Wanderstiefel empfohlen. Die Küchenausrüstung für die Mahlzeiten
unterwegs während der Campaufenthalte wird von uns gestellt, Sie benötigen Ihre privaten
Dinge und einen Tagesrucksack für die Wanderungen.
Unterbringung
Unsere Übernachtungen finden sowohl in Mittelklassehotels (landesübliche Kategorie) als
auch in einfacheren Bungalows / Lodges (Ambalamandray) sowie in Zelten statt. Für die
Zeltübernachtungen gilt obiges (Schlafsack). Die Zeltübernachtungen finden an ausgesuchten
Stellen in freier Natur statt, somit sind an diesen Tagen keine sanitären Einrichtungen
vorhanden, jedoch macht diese Naturerfahrung eventuelle Entbehrungen diesbezüglich wieder
mehr als wett. Im Camp in Tsaranoro sind einfache sanitäre Anlagen vorhanden (1 Nacht).
Ein Visum ist erforderlich, Impfungen nicht zwingend vorgeschrieben sofern Sie
nicht aus einem Infektionsgebiet von Cholera oder Gelbfieber einreisen. Dringend empfohlen ist
eine Malaria-Prophylaxe sowie ggf. eine Impfung gegen Hepatitis A und B (weitere Infos allgemeiner
Art erhalten Sie mit Ihrer Reisebestätigung).
Reiseleitung
Geleitet werden unsere Reisen von ausgebildeten, deutschsprachigen madagassischen
T&P-Reiseleitern. Viele haben Germanistik studiert und kennen die deutsche Mentalität.
Sie wissen, was Reisende aus Deutschland von einer Madagaskar-Reise erwarten. Sie kennen und
lieben ihre Heimat und freuen sich darauf, Ihnen diese zu zeigen und zu vermitteln.
Termine & Preise
| 03.09.12 24.09.12 |
3.890, € |
| 15.10.12 05.11.12 |
3.890, € |
| |
| EZ-Zuschlag, bzw. Einzelzelt |
450, € |
| |
| Verschiedene dt. Abflughäfen, Zürich und Wien (ggf. Aufpreis) |
Leistungen
- Linienflug von Deutschland über Paris/La Réunion nach Antananarivo und zurück
- 2 Inlandsflüge laut Programm
- 12 Übernachtungen wie beschrieben, davon 12 im DZ mit Du/WC in Hotels, 1 in einer
einfachen Lodge (Ambalamandray)
- 7 Übernachtungen in 2-Personen-Zelten in Naturcamps, 6 Nächte davon ohne
sanitäre Einrichtungen
- Halbpension; während der Campaufenthalte Vollpension; auf Nosy Be Frühstück
- Reise- und Wanderprogramm wie beschrieben
- Qualifizierte deutschsprachige, madagassische T&P-Reiseleitung und Wanderführung
Nicht enthalten: Visagebühren
Gruppengröße: 610 Personen
T&P privat: Durchführung ab 2 Personen möglich, Preise bitte anfragen.
© 2011 Travel & Personality | info@travel-and-personality.de | Telefon +49 (0)711 75 86 777 |